Das Wort „Wikinger“ bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Bevölkerungsgruppe, sondern Menschen, die im Frühmittelalter auf Seefahrt gingen und Raubzüge unternahmen.
Erst im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine allgemeine Bezeichnung für die Skandinavier des frühen Mittelalters.
Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Bild der Wikinger zunehmend mit romantischen Vorstellungen und später auch mit nationalistischen Strömungen verknüpft. Diese Entwicklungen prägten bis heute die Vorstellungen von skandinavischer Identität.
Die Geschichte der Rezeption zeigt, dass das Wikingerbild im Laufe der Zeit immer wieder verändert, neu interpretiert und teilweise auch ideologisch instrumentalisiert wurde.
Professor Roland Scheel, der uns umfassend in das Thema Wikinger einführen wird, wurde 1982 in Frankfurt am Main geboren und studierte Geschichte sowie Skandinavistik.
Von 2003 bis 2008 studierte er an den Universitäten Frankfurt am Main und Kopenhagen. Im Jahr 2012 promovierte er mit einer Arbeit über die Beziehungen zwischen Skandinaviern und Byzanz.
Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien für seine Forschungen zur skandinavischen Geschichte und Literatur.
Seit 2014 ist er Juniorprofessor für Skandinavistik an der Georg-August-Universität Göttingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Geschichte und Kultur des mittelalterlichen Skandinaviens.
Zu dem Vortrag serviert die Gastronomie ein Tellergeicht.
