Vorschau

Hier finden Sie eine Übersicht und Vorschau anstehender Termine.

KOLLOQUIUM mit Prof. Dr. Arndt Sinn: Die heutige „Organisierte Kriminalität“

KOLLOQUIUM mit Prof. Dr. Arndt Sinn: Die heutige „Organisierte Kriminalität“

Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter – sie zeigt sich nicht nur in mafiösen Strukturen oder spektakulären Großverfahren, sondern auch in den unscheinbaren Mechanismen der Schattenwirtschaft, in digitalen Netzwerken und in der Schnittstelle zwischen legaler und illegaler Ökonomie. Nicht zuletzt entwickelt sich diese schwere Kriminalität – auch - in Richtung Terrorismus. Hierüber wird der ausgewiesene Experte und Strafrechtler Prof Dr. Prof. h.c. Arndt Sinn, Lehrstuhlinhaber an der juristischen Fakultät in Osnabrück berichten und Tendenzen aufzeigen. Der Autor und Herausgeber zahlreicher Fachbücher und-aufsätze ist in internationale Gremien berufen und unterstützt den Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages bei der Entgegnung solcher Entwicklungen mit wirksamen Strafrechtsnormen. Als Teil seiner Arbeiten zur „Organisierten Kriminalität 3.0“ zeigt Prof Sinn daher nicht nur zukünftige Gefahren, aber auch neue Sicherheitskonzepte auf.

Spannend wird der Vortrag, indem der erfahrene Kriminologe einige der vielen Gesichter der Organisierten Kriminalität aufzeigt – von den klassischen weltweit agierenden mafiösen Gruppierungen über lose Netzwerke bis hin zu neuen digitalen Formen krimineller Zusammenarbeit. Anhand aktueller Beispiele wird deutlich, wie sich die Organisierte Kriminalität in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat: weg von hierarchischen Strukturen hin zu flexiblen, transnationalen und technologiegestützten Netzwerken, die zwischen legaler und illegaler Ökonomie agieren. Zugleich geht der Vortrag der Frage nach, wie diese Entwicklungen rechtlich erfasst werden – und wo die geltenden Definitionen und Strafverfolgungsinstrumente an ihre Grenzen stoßen.

So entsteht ein aktuelles Bild der Organisierten Kriminalität, das zeigt, wie facettenreich, anpassungsfähig und zugleich systemrelevant dieses Phänomen geworden ist – und welche rechtlichen wie politischen Antworten es erfordert.

Zu dem Vortrag serviert die Gastronomie ein Tellergericht.

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ZLKI mit Nicolai Walter, CEO Pixel Photonics: Vom Uni-Labor in die Wirtschaft

ZLKI mit Nicolai Walter, CEO Pixel Photonics: Vom Uni-Labor in die Wirtschaft

Vom (Leidens-)Weg einer Hochtechnologie-Ausgründung
Deutschland verfügt über eine exzellente Forschungslandschaft, schafft es jedoch zu selten, wissenschaftliche Durchbrüche in erfolgreiche Hochtechnologie-Unternehmen zu überführen. Am Beispiel von Pixel Photonics, einer Ausgründung aus der Uni Münster, schildert unser Gast, wie aus einer starken Idee trotz Bürokratie, knappen Investoren und deutschem Risiko-Bauchweh ein Hightech-Unternehmen wurde. Gleichzeitig zeigt er, welches enorme Potenzial hier eigentlich schlummert. Der Vortrag macht Mut: Mit dem richtigen Mindset und den passenden Weichenstellungen kann Deep Tech in Deutschland – und damit auch Deutschland selbst – richtig durchstarten.

Nicolai Walter ist studierter Quantenphysiker, sowie Gründer und Geschäftsführer von Pixel Photonics GmbH, einer Hightech-Ausgründung der Universität Münster, die neuartige supraleitende Einzelphotonendetektoren entwickelt. Mithilfe dieser Technik lassen sich z. B. Versorgungsnetze überwachen. Das 2020 gegründete Unternehmen beschäftigt heute 33 Mitarbeitende aus neun Ländern und arbeitet mit Kunden weltweit daran, Photonik und Quantentechnologien in den industriellen Maßstab zu bringen.

Zu der Veranstaltung serviert die gastronomie Schnittchen.

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Ausgebucht – Damen-Event:  #WomenGPT – Mit KI den Alltag meistern

Ausgebucht – Damen-Event: #WomenGPT – Mit KI den Alltag meistern

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Sofern Sie sich auf die Warteliste setzen lassen möchten, melden Sie sich gerne mit einer E-Mail an events@zlk-ms.de bei uns.

Liebe Damen,
freuen Sie sich auf ein ganz innovatives Format in unserem Damen-Eventkalender! Wir laden Sie herzlich zu einem besonderen Damen-Event im REACH ein, das Inspiration und Impulse in entspannter Atmosphäre verspricht. Keynote-Speakerin des Abends ist Anja Katharina Bezold, die in ihrem Buch „#WomenGPT – Mit KI den Alltag meistern“ praktische Tipps für Frauen entwickelt hat.

Anja Katharina Bezold ist Autorin, Rednerin und Coach und als Mutter und Führungskraft weiß sie aus eigener Erfahrung, wie es ist, tagtäglich den Spagat zwischen Beruf, Familie und persönlichen Zielen zu meistern. Mit ihrer authentischen und nahbaren Art teilt sie praxisnahe Einblicke in die Welt der Künstlichen Intelligenz, speziell zugeschnitten auf weibliche Bedürfnisse.

In ihrem Vortrag zeigt sie, wie KI helfen kann, den Alltag zu erleichtern, besser zu strukturieren und selbstbestimmter zu gestalten. Mit ihrem empathischen, bodenständigen, humorvollen Stil begeistert sie ihre Zuhörerinnen, inspiriert und motiviert, ohne zu belehren. Wer sie erlebt, spürt schnell, hier geht es nicht um Theorie, hier geht es ums Leben.

Nutzen Sie die Gelegenheit, neue Impulse für Ihren Alltag zu gewinnen und in lockerer Runde mit der gefragten Expertin ins Gespräch zu kommen.

Unser Klubmitglied Frau Mechtild Pieper hat sich bereit erklärt, ihrerseits auf die Bedeutung von KI für ihren Berufsinhalt als weibliche Vorstandsvertreterin bei der Sparkasse Münsterland Ost einzugehen und in den Dialog mit Frau Bezold zu treten.

Als Ausblick auf die Zukunft der KI wird Frau Christina Fiege das Thema abrunden und kurz die d:u vorstellen. Die data:unplugged ist Europas größtes Festival für Daten und KI und findet am 26./27.03.2026 in der MCC Halle Münsterland statt.

Passend zum Thema wird die Veranstaltung im Gebäude des REACH stattfinden, dem Start-up Center der Universität Münster und der FH Münster.

Erleben Sie mit tollen Frauen aus der Branche einen Einblick in unsere Zukunft und einen Abend voller Geselligkeit!

Informationen: • Donnerstag, 26.02.2026, 18:30 – 21.30 Uhr
• Adresse: REACH, Geiststr. 24-26, 48151 Münster
• Keine Kosten, der Zwei-Löwen-Klub lädt uns auf kleine Snacks und Getränke ein
• Die Anzahl der Teilnehmerinnen ist auf Grund der Größe des Raumes auf maximal 40 Damen begrenzt.
• Nur für Mitglieder des ZLK, Gäste nur bei Interesse an Aufnahme im Klub
• Hinweis: Das Gebäude ist nicht barrierefrei!
• Die Veranstaltung ist medienöffentlich
• Anmeldung über die Homepage des Klubs


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Besuch des Picasso-Museums für Familien mit kleinen Kindern (3 -11 Jahre)

Besuch des Picasso-Museums für Familien mit kleinen Kindern (3 -11 Jahre)

Wir laden Euch herzlich zu einer besonders kreativen Veranstaltung ins Picasso-Museum ein!

Wir entdecken gemeinsam die faszinierende Welt der Kunst, lassen uns von den Geschichten hinter den Werken inspirieren und erleben einen bunten Workshop.

Das museumspädagogische Programm wird sich mit der aktuellen Ausstellung zu Barbara Hepworth beschäftigen. Sie steht für die Kunst der Avantgarde und ist eine der bedeutendsten britischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Nach einem kurzen geführten Rundgang durch diese Ausstellung gibt es ein „Kunstbuffet“, an dem sich die Kinder entscheiden können, ob sie gemeinsam mit den Eltern Fadenbilder gestalten oder Seifen schnitzen möchten.

Termin: Sonntag, 01.03.2026, 15:30 Uhr- 17:00 Uhr
Ort: Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Für wen: alle Familien mit Kindern zwischen 3 und 11 Jahren

Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 20 Personen.

Die Kosten werden vom Klub übernommen.

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Steinway-Förderpreis Münster

Steinway-Förderpreis Münster

Wer wird Steinway-Förderpreisträger 2026 in Münster?
Mit einem wunderschönen Programm verzauberte die koreanische Pianistin Yunyeong Shin das Publikum der Adventsmatinee 2025 in unserem Saal. Der Applaus für die Gewinnerin des Steinway-Förderpreises war begeistert, als die Schlussakkorde des „Allegro Appassionato“ von Camille Saint-Saëns verklangen.

Die besonderen Adventsmatineen sind zugleich die Preisträgerkonzerte des Steinway-Förderpreises in Münster. Nun geht der Wettbewerb in eine neue Runde – und wieder stehen hochbegabte Studierende im Hauptfach Klavier an der Musikhochschule Münster im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Steinway Galerie schreibt die Universität Münster (Abteilung Musikhochschule) den Steinway-Förderpreis aus. Er soll besonders vielversprechenden Nachwuchspianisten im Bereich Klassik den Weg ebnen.

Auch 2026 unterstützt der Zwei-Löwen-Klub den Wettbewerb als Förderer. Unsere Mitglieder können nicht nur das Preisträgerkonzert im Dezember erleben, sondern bereits beim eigentlichen Wettbewerb dabei sein. Ein spannendes Musikerlebnis – für Publikum wie Teilnehmende. Die Professorinnen und Professoren der Musikhochschule wählen im Vorfeld fünf Finalisten aus, die jeweils rund 15 Minuten aus ihrem Repertoire präsentieren. Während die Jury berät, laden Sektempfang und Catering zum Austausch ein, bevor die Preisverleihung stattfindet.

Wer erleben möchte, wie die jungen Talente ihr Können zeigen und sich messen, kann sich über die Website des Zwei-Löwen-Klubs verbindlich anmelden. Das Freikartenkontingent für Klubmitglieder ist auf 40 Plätze beschränkt. Wir freuen uns auf einen spannenden musikalischen Wettstreit und auf die neue Preisträgerin oder den neuen Preisträger des Steinway-Förderpreises Münster!

Sonntag, 1. März, 19:00 Uhr in der Steinway Galerie Münster, Wolbecker Straße 62

(Ausklang gegen 22:30 Uhr; begrenztes Freikarten-Kontingent; verbindliche Anmeldung über die Website des Zwei-Löwen-Klub)
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ZWEI-LÖWEN-GRUBE mit Sören Link, SPD, OB der Stadt Duisburg: Klare Kante – großes Herz!

ZWEI-LÖWEN-GRUBE mit Sören Link, SPD, OB der Stadt Duisburg: Klare Kante – großes Herz!

Wie Duisburg sich für eine gute Zukunft aufstellt
Seit 2012 ist Sören Link Oberbürgermeister der Stadt Duisburg; bei der Kommunalwahl im Herbst wurde er mit 78 Prozent in der Stichwahl gegen den AfD-Kandidaten wiedergewählt. Er gilt als jemand, der auch bei unbequemen Themen Klartext redet. In seiner Partei ist der SPD-Politiker als Vertreter einer wertekonservativen Sozialdemokratie nicht immer unumstritten. Mit „klarer Kante und großem Herz“ stellt er sich den Herausforderungen seiner Heimatstadt.

Wie sieht eine Stadt sich selbst? Welche Werte tragen ihre Gesellschaft? Und wie reagiert sie, wenn dieses Selbstbild durch kriminelle Strukturen, Integrationsunwilligkeit oder Sozialleistungsmissbrauch ins Wanken gerät? Der Oberbürgermeister zeigt auf, wie Duisburg durch den Abbau von einer Milliarde Euro Schulden neue Handlungsspielräume gewonnen hat – für Investitionen in Infrastruktur und Bildung, sowie den Aufwuchs von Ordnungskräften und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Darüber hinaus beleuchtet er, wie konsequentes und rechtsstaatliches Verwaltungshandeln den Entwicklungen einer Ruhrgebietsstadt begegnen kann.

Der Abend verspricht eine kommunale Analyse aus erster Hand – und einen Appell, notwendige Debatten offen zu führen, ohne Scheu vor unbequemen Antworten und unter den Bedingungen enger werdender haushälterischer Spielräume.

Zu dem Vortrag bietet die Gastronomie Suppe ad libitum.

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FORUM mit Prof. Kai Sina: „Was gut ist und was böse. Thomas Mann als politischer Aktivist“

FORUM mit Prof. Kai Sina: „Was gut ist und was böse. Thomas Mann als politischer Aktivist“

„In unsere Hände ist er gelegt, der demokratische Staat, in die jedes Einzelnen“, schreibt Thomas Mann 1922. „Die sogenannte Freiheit ist kein Spaß und Vergnügen. Ihr anderer Name lautet Verantwortlichkeit.“ Spricht so noch der Verfasser der „Betrachtungen eines Unpolitischen“? Oder formuliert hier ein lupenreiner Demokrat, was demokratische Gesellschaften heute dringend brauchten?

Kai Sina nimmt die Leser mit auf eine rasante Reise durch das politische Leben, Denken und vor allem Tun Thomas Manns. Während der junge Thomas Mann in einem Porträt Fontanes noch dessen „sozialdemokratische Modernität“ lobte, legen sich mit dem Ersten Weltkrieg Schatten auf Manns Essayistik, resümiert Sina: Thomas Mann, in seiner frühen Zeit ein „unerwartet fortschrittlicher, emanzipativ und ausgesprochen liberal gesinnter Intellektueller“, publiziert 1914 „Gedanken im Kriege“, die nach Sina „in ihrem Nationalismus, Militarismus das Schaurigste sind, was Mann überhaupt geschrieben hat“. Dass auch familiäre Zusammenhänge bis hin zu Notizen der großen Hedwig Pringsheim als Schwiegermutter in Sinas Monografie Eingang finden, ist symptomatisch für den beeindruckend kenntnisreichen und lebhaften Bericht zu Thomas Mann als einem „politischen Aktivisten“.

Dem Forum wird Sina insbesondere einen Eindruck verschaffen vom politischen Wirken Manns während der Exiljahre in der Schweiz und in den USA. Hatte Thomas Mann sich nach dem Ersten Weltkrieg in eine biedermeierliche Welt zurückgezogen, kommt es ab 1926 zur Wendung zur „Real-Politik“. Eine neue „Klar- und Entschiedenheit“ in der Zionismus-Frage werde erkennbar. Sina zeichnet mit fast kriminalistischem Spürsinn nach, dass Mann in den ersten Jahren des Nazi-Staates zwar „Deckung“ gesucht habe, aber auch vor seinem Exil keineswegs ein „Unpolitischer“ gewesen sei. Über den Zionismus – jetzt auch über den politischen – äußert Mann sich 1935 in einem Interview so begeistert, dass der nationalsozialistische Staat ihn ausbürgert. Danach fallen ihm Positionierungen noch leichter. „Zu würdigen ist ein Autor, der sich über Jahrzehnte hinweg öffentlich für Freiheit und Demokratie einsetzte – entschieden, widerständig, nicht selten unter persönlichem Risiko. Im Zentrum des Vortrags steht weniger ein systematisches politisches Denken als eine Praxis der Intervention, die Thomas Manns intellektuelles Selbstverständnis prägt“, kündigt Kai Sina an. Es wird sich unbedingt lohnen, mit Kai Sina den großen Thomas Mann in neuer und politisch höchst aktueller Perspektive zu entdecken.

Kai Sina ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Transatlantische Literaturgeschichte an der Universität Münster. Seine Forschungen führten ihn u.a. nach Chicago und nach Princeton. Ausgezeichnet wurde er mit dem Wissenschaftspreis der Fritz Behrens Stiftung. Gemeinsam mit Hans Rudolf Vaget (Northampton) erarbeitet er derzeit eine Edition der im amerikanischen Exil entstandenen Essays Thomas Manns. Sein kürzlich erschienenes Buch Was gut ist und was böse. Thomas Mann als politischer Aktivist (Berlin 2024) ist daraus hervorgegangen.

Zu dem Vortrag gibt es einen Sektempfang und die Gastronomie serviert ein Zwei-Gang-Menü.

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KOLLOQUIUM mit Prof. Nils Goldschmidt: USA und Trump

KOLLOQUIUM mit Prof. Nils Goldschmidt: USA und Trump

Der Glaube, dass keine Regierung eine Willkürherrschaft sein kann, wenn sie nur ein Produkt des demokratischen Wahlverfahrens ist, ist ganz unbegründet.“ Mit dieser ebenso nüchternen wie provokanten Diagnose des Ökonomen Friedrich August von Hayek eröffnet Prof. Goldschmidt seinen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18.05.2025. Hayeks zentrale Einsicht ist von bestechender Klarheit: Nicht der demokratische Ursprung staatlicher Macht schützt vor Willkür, sondern allein ihre wirksame Begrenzung.

Über ein halbes Jahr später scheinen diese Überlegungen eine bedrückende Aktualität gewonnen zu haben. Der Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE und ihr zunehmend gewaltsames Vorgehen machen sichtbar, wie staatliche Macht sich ausdehnt und tief in die gesellschaftlichen Strukturen der Vereinigten Staaten hineinwirkt. Zwar wächst der öffentliche Widerstand, doch die anstehenden Midterms liegen noch in weiter Ferne – und ihr Ausgang ist angesichts vergangener Eingriffe in demokratische Prozesse alles andere als gewiss.

Noch sind wir in Deutschland von vergleichbaren Zuständen entfernt. Gleichwohl mehren sich auch hier Anzeichen, die zur Wachsamkeit mahnen: eine AfD, die offen Sympathien für autoritäres Vorgehen und insbesondere für das Vorgehen von ICE in den vergangenen Wochen bekundet und immer wieder politische Rückendeckung aus der Administration Trump erfährt. Diese Entwicklungen sind mehr als Randnotizen – sie verweisen auf eine strukturelle Gefährdung liberaler Ordnungen, die auch unsere Gesellschaft betrifft.

Wir leben in einer Zeit des politischen Umbruchs. Die USA stehen an einem Scheideweg, dessen Bedeutung weit über ihre eigenen Grenzen hinausreicht. In seinem Vortrag wird Prof. Goldschmidt diese Entwicklungen analytisch einordnen, ihre normativen Implikationen beleuchten und Perspektiven für den Umgang mit autoritären Versuchungen in Demokratien aufzeigen.

Was kann – und was muss – eine Strategie in solchen Zeiten leisten? Sicher ist nur eines: Nostalgie ist keine Strategie.

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Fastenfischessen mit Thomas Laufmöller

Fastenfischessen mit Thomas Laufmöller

Das Fastenfischessen gehört zu den festen Terminen im Jahreslauf des Zwei-Löwen-Klubs: ein gemeinsames Essen, gute Gespräche und ein kurzer gedanklicher Impuls.

Als Referenten begrüßen wir in diesem Jahr Thomas Laufmöller. Nach seinem bewussten Schritt, den aktiven Priesterdienst ruhen zu lassen, hat er sich nicht von den großen Fragen des Glaubens und der Kirche entfernt – im Gegenteil: er beschäftigt sich weiterhin intensiv mit theologischen, spirituellen Fragestellungen, reflektiert persönliche Glaubenserfahrungen und setzt sich zugleich kritisch mit den aktuellen Entwicklungen der katholischen Kirche auseinander.

Das Fastenfischessen bietet einen schönen Rahmen für diese Begegnung: gemeinsames Essen, ein offenes Wort – getragen von der Überzeugung, dass unterschiedliche Wege und Sichtweisen einander nicht ausschließen müssen.

Zu dem Vortrag serviert die Gastronomie einen Sektempfang und ein 3-Gang-Menü.

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ZWEI-LÖWEN-GRUBE mit Prof. Sebastian Heilmann

ZWEI-LÖWEN-GRUBE mit Prof. Sebastian Heilmann

Handelskonflikte und Industriekonkurrenz mit China: Wie wir Europäer uns positionieren können
In vielen Bereichen ist China für Europa und Deutschland nicht mehr nur Konkurrenz und Mitbewerber, sondern Marktbeherrscher. Dies gilt nicht nur für einzelne Produkte, sondern für ganze Industriezweige und die Zulieferung von marktbeherrschenden Rohstoffen. Zusätzlich üben Russland und die USA erheblichen Druck auf Europa aus, das für diese geopolitischen und weltwirtschaftlichen Veränderungen nicht gewappnet ist. Bisherige Geschäfts- und Erfolgsmodelle, die auf offenen Exportmärkten beruhten, sind in dieser protektionistischen Welt nicht mehr tragfähig.

China wird den Ansehensverlust der USA unter Trump und die Brüche in der westlichen Allianz entschlossen nutzen und sich als globale geopolitische Führungsmacht positionieren. Zugleich entwickelt es sich zum Zentrum für Zukunftstechnologien in Industrie, Energiewirtschaft und künstlicher Intelligenz. Wie können wir Europäer uns neu aufstellen, um in der veränderten Weltpolitik und Weltwirtschaft Sicherheit, Wohlstand und Autonomie zu behaupten?

Prof. Sebastian Heilmann von der Universität Trier, ist einer der international profiliertesten China-Experten Europas. Er ist Politikwissenschaftler und Sinologe und Gründungsdirektor des Mercator Institute for China Studies, MERICS. Er forscht international mit Schwerpunkten in den USA, China und Deutschland zu Chinas Regierungssystem, Chinas weltweiten Beziehungen sowie Wirtschafts- und Innovationspolitik.

Zu dem Vortrag bietet die Gastronomie Suppe ad libitum.

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AFTER WORK mit Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor Institut d. deutschen Wirtschaft

AFTER WORK mit Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor Institut d. deutschen Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Spannungsfeld tiefgreifender Veränderungen. Ihr tradiertes Geschäftsmodell - industriebasiert, dienstleistungsergänzt, global integriert, regional – steht durch Dekarbonisierung, Bürokratie und geopolitische Risiken unter erheblichem Anpassungsdruck.

Der Vortrag skizziert, warum eine strategische Neuausrichtung notwendig ist und wie diese gelingen kann. Im Zentrum stehen dabei drei „I’ s“: Investitionen, um Infrastruktur, Industrie und Zukunftstechnologien zu stärken; Innovationen, die Produktivität und technologische Souveränität sichern; Integration, verstanden als Offenheit gegenüber globalen Märkten und neuen wirtschaftlichen Partnerschaften. Zusammen eröffnen sie einen realistischen Pfad, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im kommenden Jahrzehnt zu sichern.

Prof. Michael Hüther ist seit 2004 Direktor des Institut der Deutschen Wirtschaft. Er war u. a. Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Chefvolkswirt der DekaBank, etliche Jahre Adjunkt Professor an der Stanford University und ist Honorarprofessor der EBS Business School in Ostrich-Winkel. Er ist Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Zu dem Vortrag serviert die Gastronomie Schnittchen.

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Stadtführung für Familien

Stadtführung für Familien

Auf geht’s zu einer ganz besonderen Münstertour für die ganze Familie! Gemeinsam begeben wir uns auf eine spannende und abwechslungsreiche Entdeckungsreise durch die lebendige Geschichte und die charmanten Ecken der Stadt Münster. Begleitet werdet ihr dabei von unserer ausgewiesenen Münster-Expertin Dr. Lisa Brößkamp – erfahrene Stadtführerin und Autorin mehrerer Bücher rund um Münster, die mit viel Fachwissen, Begeisterung und unterhaltsamen Anekdoten die Stadt für Groß und Klein lebendig werden lässt.

Unterwegs gibt es jede Menge Besonderheiten zu bestaunen, überraschende Details zu entdecken und Geschichten zu hören, die selbst eingefleischte Münsteranerinnen und Münsteraner noch zum Staunen bringen. Ob historische Highlights, versteckte Orte oder spannende Hintergründe – dieser Rundgang bietet für alle etwas Neues. Freut euch auf einen kurzweiligen, informativen Stadtrundgang am Samstag, der Münster von seiner schönsten und spannendsten Seite zeigt.

Nach der Führung haben wir noch einen kleinen Kaffee zum Austauschen geplant.

Samstag, 25.April 2026, 14:30 Uhr, Treffpunkt vor dem historischen Rathaus

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