Zwei-Löwen-Grube: „Fake News und „Lügenpresse“ – stecken die Medien in einer Vertrauenskrise?“ mit Dr. Norbert Tiemann, Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten

„Ihr seid Fake News“, so begrüßte Donald Trump die Medienvertreter zu seiner ersten Pressekonferenz als US-Präsident. Heute wissen wir: Fake News, also falsche oder gefälschte Nachrichten, sind für ihn alle Veröffentlichungen, die nicht seiner Meinung entsprechen oder ihn gar kritisieren. Das wirkt: Inzwischen zweifeln auch immer mehr US-Bürger an der Glaubwürdigkeit der Medien. Über die Frage, ob auch in Deutschland die Medien in einer Glaubwürdigkeitskrise stecken, spricht und diskutiert daher der Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten Dr. Norbert Tiemann am 21. März um 19:30 Uhr in der Zwei-Löwen-Grube.

Denn hierzulande macht seit längerem schon das Wort von der „Lügenpresse“ die Runde. Bei den Aufmärschen von Pegida und bei der AfD ist das Schimpfwort unüberhörbar. Verschiedene Studien stellen fest, dass vor allem Menschen, die unzufrieden mit ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation, der Politik und der Demokratie sind, sich von den Medien entfremdet fühlen. Dennoch erfreuten sich die etablierten Medien hierzulande nach wie vor einer hohen Glaubwürdigkeit. Das Vertrauen in die Tageszeitungen, den öffentlich-rechtlichem Rundfunk und andere seriös-kompetente Medien sei umso größer ist, desto höher der Bildungsgrad ihrer Nutzer ist. Anders sieht es mit der Glaubwürdigkeit der sogenannten sozialen Medien wie Facebook, Twitter & Co. aus.

Sicher nicht vertrauensbildend war in den vergangenen Wochen dann auch noch der Skandal um die gefälschten Stories des vielfach ausgezeichneten Spiegel-Redakteurs Claas Relotius. Trotz intensiver Aufarbeitung durch den Verlag und die Redaktion des Nachrichten-Magazins sieht nicht nur der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger Mathias Döpfner „das Grundvertrauen in die gesamte Medienbranche in Gefahr“.

Uwe J. Tönningsen

Kein Empfang!

Essen: Suppen-Buffet