Podiumsdiskussion im ZLK: „Aktive vs. passive Sterbehilfe?“ Eine Grundsatzdiskussion über die Begleitung Sterbender vor dem Hintergrund medizinischer, rechtlicher und moralischer Handlungsmaximen

Mit einem ebenso sensiblen wie wichtigen und aktuellen Thema wollen wir den Versuch eines neuen Veranstaltungsformats im Zwei-Löwen-Klub wagen, nämlich eine Podiumsdiskussion. Was ist der richtige Weg bei der Begleitung und Unterstützung von Mitmenschen, die sich auf der letzten Etappe ihres Lebensweges befinden, wenn eine Heilung von schwerer Krankheit ausgeschlossen ist, wenn Leid und Schmerz überhandgenommen haben? Ist es die Ermöglichung der aktiven Sterbehilfe, die dem Sterbenden unter Betonung seiner Selbstbestimmung dabei unterstützt, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen? Oder ist es die passive Sterbehilfe, die in erster Linie auf die palliativmedizinische Hilfe setzt und eine Verkürzung der Lebenszeit in deren Folge zwar akzeptiert, jedoch nicht anstrebt? Über diese Positionen, die durchaus über eine große Schnittmenge verfügen, wird parteiübergreifend seit Jahren im Bundestag debattiert.

Wir wollen sie auch im Zwei-Löwen-Klub mit besonders kompetenten Vertretern beider Sichtweisen diskutieren, Wir haben Frau Dr. Ulrike Hofmeister,Palliativärztin und Gründerin sowie Leiterin des Palliativnetzes Münster eingeladen, ferner Herrn Prof. Dr. Dr. Dieter Birnbacher, Professor für Philosophie an der Universität Düsseldorf und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). Moderiert wird die Diskussion von Frau Andrea Benstein,Leiterin des WDR-Landesstudios Münster. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Mitglieder und Gäste des ZLK an diesem hochkarätigen Informations- und Diskussionsforum teilnehmen würden.

Dr. Georg Hünnekens