Konzert mit Leonid Gorokhov (Violoncello) und Roland Krüger (Klavier)

Konzertrückblick 10. Septembr 2021


Ein brillanter Ohrenschmaus war das Konzert im Festsaal des Zwei-Löwen-Klubs. Gleich das erste Stück, die Arpeggione von Franz Schubert, ist ein Kleinod der Kammermusik.
Ursprünglich wurde es für die Streichgitarre (Arpeggione) geschrieben. Das Instrument ist längst vergessen. Es klang nicht gut, meinte Leonid Gorokhov schmunzelnd. Geblieben ist die
Komposition, die nunmehr mit dem Cello gespielt, höchste Ansprüche an die Spieltechnik stellt.


Die Leichtigkeit mit der Leonid Gorokhov spielt, lässt den Zuhörer nichts davon ahnen, vielmehr ist alles reine Musik. In jedem Augenblick weiß Leonid Gorokhov was er tut und jede noch so kleine Phrase ist durchdacht. Roland Krüger ist ihm idealer Begleiter. In der Moderation wechseln sich beide ab. Der Hinweis von Roland Krüger auf die schwierige politische Lage Deutschlands in der Entstehungszeit von Robert Schumanns „5 Stücke im Volkston“, lassen das Werk in einem anderen Licht scheinen.


Dmitri Schostakowitschs Sonate d-Moll ist eines der Lieblingswerke von Leonid Gorokhov. Es gehört zu den schönsten Kompositionen der Celloliteratur und bietet alles was Schostakowitsch ausmacht:
Kantabilität, impressionistische Klangflächen, Ironie, Sarkasmus und Anspielungen auf die damalige russische Politik. Hier zeigen beide Künstler was ihre Meisterschaft ausmacht.


Großer Applaus für ein herausragendes Konzert. Leonid Gorokhov und Roland Krüger bedanken sich mit der Zugabe „Salut d‘Amour“ von Edward Elgar. Mit diesem freundlichen Gruß verabschieden sich Leonid Gorokhov und Roland Krüger von ihrem Publikum.