Gespräche in der Unterhaltung: „Der Jakobsweg: Geschichte und Mythos, Weg und Landschaft, Kultur und Menschen, was mich besonders beeindruckte“ von Dr. Westermann

Die Unterhaltung ist der traditionelle Name für das eigentlich den Klubmitgliedern vorbehaltene Klubzimmer.

Gespräche und Unterhaltung.

Beides soll dieser Abend bieten, dessen Reihe mit den Erinnerungen Hubertus Thoholte Senior vor etwa fünfzehn Jahren begonnen worden ist, in dem dieser sehr ergreifend von seinen im Krieg gelassen Jahren gesprochen hat.

Werner Strumann sprach über den Aufbau seiner Firma egeplast – Kunststoffrohre in Emsdetten- und er war es auch, der den Namen dieses Raumes wieder in Erinnerung gerufen hat. Später hat dann unter anderem Prof. Josef Vasthoff die Reihe fortgesetzt und von der münsterländer Lebensart berichtet, über die er ein im Agenda Verlag Münster erschienenes Buch geschrieben hatte.

Zu dem obigen Vortrag schreibt uns unser Klubmitglied Dr. Wolfgang Westermann:

„Das ist schon eine irre Geschichte: da findet ein Einsiedler ca. 800 Jahre nach dem Tod des Apostel Jakobus, von Sternen geleitet („Campus stellae“), die Gebeine des Apostels auf einer Lichtung im Wald….

Im Mittelalter zur bedeutenden Pilgerstätte geworden, dann in Vergessenheit geraten, von der Kirche in Rom Ende des 19. Jahrhunderts als Grab offiziell anerkannt und damit Reaktivierung des Weges und des Pilgerns, dient der „Jakobsweg“ heute ca. 330.000 Menschen pro Jahr (2018) zur Sinnfindung, Ich-Suche und dem Ausloten der eigenen Grenzen, vielleicht auch der Buße.

Was macht diesen ca. 800 km langen Weg eigentlich so reizvoll?

Der Vortrag will vor allem auf die Menschen, die Begegnungen, die Kulturlandschaft, aber auch auf Außergewöhnliches und nachhaltig Prägendes eingehen, das ich selbst erlebt habe.

Ich möchte teilhaben lassen an einem unvergesslichen Erlebnis, und hungrig machen auf diesen Weg.“

Christian Haase